Atlas der Heiligen Berge, Sacri Monti, Kalvarienberge u. Andachtsstätten in Europa

Kloster Calvarienberg um 1911
Kreuzweg Station V Calvarienberg Ahrweiler, 1732

Calvarienberg Ahrweiler

 

Im April 1996 fand im piemontesischen Varallo ein mehrtägiges Seminar statt, das die Integrationsrichtlinien zur Erstellung eines Europäischen Atlas der Heiligen Berge (Sacri Monti), Kalvarienberge und Andachtsstätten zum Ziel hatte. In dem von der EU geförderten Projekt wurden alle Objekte im europäischen Raum (Belgien, Niederlande,  Luxemburg,  Frankreich, Spanien, Portugal, Italien,  Tschechien, Slovakei, Polen und Deutschland) erfasst und katalogisiert.

Aufgenommen in den Atlas wurde auch der Ahrweiler Calvarienberg mit dem barocken  14-Stationen-Kreuzweg (1732).

Eine erste Kapelle, tlw. in Stein und Fachwerk gehalten, ist bereits 1502 nachweisbar. Der Ahrweiler Baumeister Johann Gohr errichtete 1625-27 auf eigene Kosten eine neue Kapelle.

1630 besiedelten Mönche des hlg. Franziskus von der Observanz aus Brühl bei Köln den Berg. Die Franziskaner blieben bis 1803 auf dem Berg, als das Kloster  durch Napoleon versteigert wurde. Vikar Jakob Giesen aus Walporzheim betrieb anschließend hier eine höhere Jungenschule, die sich aus Spenden einer gegründeten Berggesellschaft finanzierte. Nach seinem Tode wurde die Schule 1817 von Pfarrer Nikolaus München weitergeführt, der 1823 ins Kölner Domkapitel abberufen wurde. Anschließend stand das Kloster 15 Jahre leer. 1838 besiedelten Schwestern vom Orden der Heiligen Angela Merici (Ursulinen) den Berg neu und gründeten hier eine höhere Mädchenschule. Die alten Klostergebäude wurde 1896/97 vollständig abgebrochen und bis 1901 durch Neubauten ersetzt. Heute werden hier ein Gymnasium für Jungen und Mädchen, eine Realschule für Mädchen sowie ein Kindergarten unterhalten. Insgesamt gehören noch 3 externe Klöster (Aachen, Trier, Krefeld) mit angeschlossenen Schulen zum Ahrweiler Mutterhaus.

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